Früher hab ich leidenschaftlich gern Goodbye Deutschland geguckt. Auswanderer auf ihrem Abenteuer, begleitet von VOX. Und Auswandern war eindeutig definiert als „wir gehen für immer aus Deutschland weg“.

Aber jetzt weiß ich, dass Auswandern gar nicht „für immer“ heißen muss. Nicht nur Johanna und ich, sondern viele andere auch, gehen zum Beispiel berufsbedingt für ein paar Jahre ins Ausland. Und kommen dann wieder zurück.

Mit Ablauffrist ins Ausland

Bei mir war klar: Ich habe einen Zweijahresvertrag. Mit der Option auf Verlängerung.

So starteten mein Mann und ich unser Thailand-Abenteuer.

Da wir nicht ewig weg sein würden, nahmen wir nur wenige persönliche Sachen mit, darunter vor allem Kleidung. (Hätte ich mir schenken können, denn die Klamotten dort waren vom Stoff her natürlich viiiel besser für das Wetter dort.

Da wir nicht ewig weg sein würden, trösteten wir unsere Familie und Freunde immer damit: „Wir sind nicht ewig weg. Kommt uns besuchen!“

Irgendwann wieder nach Hause kommen

Doch nicht immer weiß man von Anfang an, dass man nicht ewig weg bleibt. Bei Johanna war das zum Beispiel ganz anders.

Die Liebe führte sie nach Spanien, zehn Jahre blieb sie dort. Bis sich dann das Heimweh einstellte…

Dann ist es extrem wichtig, dass man sich erlaubt, zurück zu kommen. Dass du nach Hause willst, bedeutet nicht, dass du versagt hast!

Doch bleibt die Frage:

Lohnt sich das Auswandern auf Zeit?

Meine ganz klare Antwort: JA!!! Und wie es sich lohnt!

Ich bin sehr froh über meine zwei asiatischen Jahre und würde es jederzeit wieder so machen.

Über die Vorteile von deinem Auslandsaufenthalt haben wir schon oft geschrieben, zum Beispiel hier. 

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du darauf achten, dass dir die Zeit im Ausland keine Nachteile bringt.

Das heißt unter anderem:

  • zahle weiter in eine Rentenversicherung ein. Gerade wenn du deinen Partner ins Ausland begleitest und du nicht arbeiten wirst – denk trotzdem an deine Altersvorsorge!
  • bleibe in deinem Beruf irgendwie am Ball. Nutze die Zeit, um dich weiter zu bilden. Vielleicht machst du jetzt das Fernstudium?
  • beuge Heimweh vor, genieß deine Zeit und mach alles, was du hier nicht machen kannst. Ich hatte in Thailand meine private Pilatestrainerin in einem Studio, hier müsste ich dafür töten!
  • binde deine Auslandszeit in deinen Lebenslauf ein, falls du dich mal wieder bewerben willst. So, dass du erklären kannst, was du dort gemacht hast. Eine schlechte Erklärung wäre zum Beispiel: „Ich wollte so viele Full Moon Parties wie möglich mitnehmen.“

Also, geh wenn du kannst! Das beste Mittel gegen Heimweh kann übrigens auch lauten: „Ich bin nur zwei Jahre hier, also…“

 

Kategorien: Zurück

>