Jana von Mamanehmer im Interview

Vor dem Interview mit Jana Heinzelmann von Mamanehmer bin ich aus verschiedensten Gründen ziemlich aufgeregt. Nicht nur, weil ich gerade, auch Sommerhitze-sei-Dank unter akuter Konzentrationsschwäche leide, sondern auch, weil ich Janas Blog erst vor kurzem entdeckt habe.

Nicht nur, dass mir ihr Blog tierisch gefällt und wir schnell netten Kontakt hatten, nein, sondern auch, weil Jana so unglaublich tatkräftig und professionell wirkt und mich alleine ihr Blog und ihre Seite schon sehr beeindrucken. Eingeschüchtert könnte man das vielleicht auch nennen?

Nun ist es also so weit, dass ich Jana „persönlich“ kennenlerne. An einem dieser schrecklich heißen Sommernachmittage findet unser virtuelles Treffen statt, meine Nervosität erliegt der Hitze und ich freue mich einfach nur noch auf unser Gespräch.

Und, zack, mir nichts, dir nichts, sind zwanzig Minuten vorbei und wir haben schon unglaublich viel erzählt. Doch bevor ich richtig loslege, hier kurz ein paar Eckdaten für dich – damit du auch weißt, von wem ich rede 😉

Jana Heinzelmann ist die Gründerin, Autorin und der Kopf von Mamanehmer. Mit ihrem Mann schreibt sie außerdem den Blog A Tasty Hike und hat ihr Buch Wandern für Anfänger im Sommer 2017 veröffentlicht.

Das war die Kurzversion. Lust auf die lange Version? Die gibt’s jetzt und ich finde, du solltest sie dir nicht entgehen lassen. Nun, da ich Jana im persönlichen Gespräch etwas kennenlernen durfte, hat sich nämlich mein erster Eindruck einmal mehr bestätigt: Jana ist tatkräftig, mutig, direkt, zielstrebig und hat mich absolut beeindruckt.

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Besonders spannend für mich sind auch die Gemeinsamkeiten, die ich mit Jana teile: Klar, wir sind beide selbstständig. Außerdem wurden wir beide im Jahr 2016 das erste Mal Mama, bewegen uns beruflich im gleichen Bereich (Online-Marketing) und bloggen beide.

Janas Weg in die Selbstständigkeit war durchaus nicht vorprogrammiert.

Als gelernte Veranstaltungskauffrau landete sie in ihrem Eventmanagement-Studium ein Praktikum bei der ITB. Dort war es auch, dass man sie 2009 fragte, ob denn „dieses social media“ was für die ITB sei. Jana erstellte daraufhin 2009 (!!!! Damals schon!!!! Krass, oder???) eine erste Strategie.

2019 kann sie die zehnjährige Zusammenarbeit mit der ITB feiern. Mittlerweile hat sich „dieses social media“ ja, wie wir wissen, zu einer großen Sache entwickelt und ist längst nicht mehr nur Janas Studentenjob.

Es war aber definitiv ihr Einstieg in diese Welt und in die Selbstständigkeit. Und weil sie sich früh in ihrem Studium auf Marketing spezialisiert hatte, ist ihre Entwicklung dann doch nicht so unlogisch…

Bereits vor der Geburt ihres Sohnes war Jana nebenberuflich selbstständig tätig. Irgendwann konnte sie ihren Job im Angestelltenverhältnis einfach nicht mehr zu 100% ausführen, wo doch nebenbei ihre Marketing-Sache zu gut lief, um nicht beachtet zu werden.

Nebenberuflich in die Selbstständigkeit zu starten ist nicht unbedingt einfach – schließlich muss man zwei Jobs unter einen Hut bringen. Jana sieht allerdings auch ganz klare Vorteile darin: Noch während du dir deine Selbstständigkeit aufbaust, hast du eine gewisse Sicherheit. Denn du hast ja einen Job. Du springst nicht zu 100% ins kalte Wasser, musst nicht alles auf eine Karte setzen. Sie spricht von einer Art Schonzeit und ich kann ihr nur voll zustimmen.

Dennoch war dann der Plan, die Selbstständigkeit während ihrer zweijährigen Elternzeit weiter auszubauen.

So entstand Mamanehmer in einer „Nacht- und Nebelaktion“. Die Idee dazu kam Jana während ihrer Schwangerschaft. Sie beschäftigte sich intensiv mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Unternehmensstrategien etc. und kam zu dem Schluss, dass es auch als Mama möglich sein musste, ein eigenes Business zu haben. Und dass sie, durch die Dokumentation ihres Weges, anderen Mamas dabei helfen könne, ebenfalls ihren Weg und ihr Business zu finden.

Nun feiert Mamanehmer seinen zweiten Geburtstag und hat sich seit seiner Gründung stetig entwickelt.

Mit der Einführung eines Podcastst probiert sich Jana jetzt auch an einem neuen Format. Ich bin gespannt!

Auch beruflich veränderte sich Jana: Zwar betreut sie immer noch ihre langjährigen, großen Kunden im Community-Management, doch hat sie mittlerweile auch mehrere „kleinere“ Kunden, die sie in verschiedensten Belangen berät. Dazu gehören Beratung in social media, WordPress-Betreuung, Website-Erstellung, Beratung bei der Erstellung eines Online-Kurses…

Dabei sind Jana zwei Dinge wichtig. Zum einen, dass sie tatsächlich weiß, was sie ihren Kunden rät. Sie hat ihr eigenes Buch veröffentlicht und da die Prozesse hinter den Kulissen sich bei Buch und Kurs nicht sonderlich unterscheiden, kann sie in diesem Bereich gut ihr Wissen weitergeben.

Zum andern ist es ihr wichtig, dass ihre Beratung individuell abgestimmt ist und das auch bleibt. Vorgefertigte Pakete möchte sie niemandem aufdrängen. Zudem garantieren die jeweils individuellen Beratungen Abwechslung.

Gerade diese beratenden Tätigkeiten machen Jana großen Spaß.

Zu Beginn der Zusammenarbeit klärt sie ab, welche Wünsche und Erwartungen vorliegen und ob sie denen gerecht werden kann. Wenn nicht, dann halt nicht – so entsteht auf keiner Seite Frust.

Und Jana nimmt sich durchaus die Freiheiten, sich zu entscheiden. Einen Auftrag im Community-Management, der psychologisches Wissen voraus gesetzt hätte, lehnte sie ab – es passte einfach nicht zu ihr, nicht zu dem, was sie weiß und kann.

Ein anderes wichtiges Thema und auch Ziel ist für Jana das „Abgeben können“. Auf ihrem Blog kannst du ihre Buchhaltungsgeschichte nachlesen. Sie selbst strebt an, in den nächsten Jahren all das abgeben zu können, was sie nicht zu 100% erfüllt, aber eben Teil ihres Unternehmens ist. Siehe Buchführung.

Voll rein in die Selbstständigkeit und das mit Baby – wie macht man das? Zunächst arbeitet Jana nur, bevor der Kleine morgens aufwachte (zum Glück gibt es Langschläfer!) und während er schlief. Zwei fixe Nachmittage bei den Großeltern kamen hinzu und ermöglichten ihr weitere Arbeitszeit. Nun ist der Junge fast zwei und geht seit kurzem in die Kita. Das bedeutet vier Stunden nur Arbeitszeit am Vormittag. Ein echter Segen.

Weil man mit Kindern nie wirklich planen kann – die Kleinen werden krank, sind unleidig, irgendwas ist halt immer – setzt Jana statt auf To-Do übrigens auf Prioritätenlisten.

Die sorgen jeden Tag für ein positives Gefühl: Denn Punkt Nummer 1 der Prioritätenliste arbeitet Jana täglich ab. Und wenn es abends passiert, wenn ihr Sohn schon schläft. So hat man immer das Gefühl etwas geschafft zu haben.

Ihre Prioritäten legt Jana übrigens nach zwei Kriterien fest: Was bringt mich weiter? Was muss ich machen?

Hilfreich ist es außerdem, dass sie sich überlegt, wie viel Zeit sie für die jeweiligen Aufgaben auf der Liste ungefähr benötigt. So entgeht sie der Gefahr, nicht zu viel zu notieren und am Ende trotzdem gefrustet zu werden. Wenn du also weißt, dass du für einen Blogbeitrag schon 2 Stunden brauchst, hast du danach nur noch zwei weitere Stunden. Abends dann noch eine Done-List schreiben, dann hast du deine tägliche Dosis Motivation!

Für die Selbstständigkeit hat sich Jana auch ganz bewusst entschieden, um die Entwicklungsschritte ihres Kindes miterleben zu können und für es da zu sein. Dazu gehört dann auch, dass sie mal ihre Aufgaben verschiebt, wenn der Kleine Fieber hat. Flexible Zeiteinteilung ist für sie eine der großen Vorteile des Selbstständigseins.

Janas Blog muss übrigens ganz dringend auf deine Leseliste, auch wenn du keine Mama bist!

Liebe Jana! Ich hätte noch Ewigkeiten weiter mit dir plaudern können! Vielen Dank für deine Zeit, unser interessantes Gespräch, dass du so offen bist und so viel Spaß am Interview hattest. Ich freue mich darauf, dich irgendwann mal in persona zu treffen und freue mich auf weiteren Austausch und Kontakt.

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